Ganz in weiß

Jedesmal, wenn der Winter sehr lange gedauert hat, blühen anschliessend ziemlich viele Sträucher fast gleichzeitig. Derzeit geht es in einigen Gärten besonders bunt zu. Die knallgelben Blüten der Forsythie treffen auf die karmesinroten Farbtupfer der Blutjohannisbeere, untermalt von quietschrosa Zierkirschenflor. Da freut sich das arg strapazierte Auge (das soviel Farbe auf einmal nach vormals langer Abstinenz nur schwer verkraftet), wenn hin und wieder ein paar weißblühende Gehölze diplomatisch zwischen den kräftigen Farben vermitteln. Ein Klassiker unter den weißen Frühjahrsblühern ist die Felsenbirne (Bild), deren filigraner Flor wunderbar mit dem kupferfarbenen Laubaustrieb harmoniert. Als Großstrauch bzw. Kleinbaum muss man ihr allerdings ein wenig Platz einräumen, damit ihre malerische Gestalt auch schön zur Geltung kommt.

Etwas niedriger bleibt die weißblühende Zierquitten-sorte `Nivalis´(Bild), die allerdings einen sehr ausladenden Wuchs aufweist. Das ist auch ein Grund, weshalb ich Zierquitten gerne an Böschungen pflanze. Dort stört sich niemand an den überhängenden Zweigen, ganz im Gegenteil. Außerdem hat die Zierquitte kein Problem mit dem für Böschungen typischen, trockenen Standort und ihr weitstreichendes Wurzelsystem kann helfen, einen Hang zu stabilisieren. Übrigens: für Gärten in denen noch keine grellbunten Frühjahrsblüten-gehölze stehen, gibt es die Zierquitten auch in farbstarken Sorten.

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