Blütentraum in Rosa und Lila

Im Garten am See gab es vor ein paar Tagen dieses Farbspektakel trotz trüben Regenwetters. Die letzten Reste der Kirschblüte trafen auf die sich gerade öffnenden Blüten des Blauregens (Wisteria).
Eine weitere deutsche Bezeichnung dieses attraktiven Klettergehölzes ist Glyzine - nicht Gyzinie (wie man mittlerweile häufiger liest). Oft sieht man den Blauregen an dünnen Schnüren oder filigranen Spalieren klettern. Dabei sind Probleme im Zusammenleben mit dieser wüchsigen Pflanze vorprogrammiert. Ein Blauregen kann ohne mit der Wimper zu zucken ein Regenfallrohr erwürgen oder die Ziegel aus dem Dach heben. Da empfiehlt sich als Unterlage eine massive Pergola aus Holz oder Metall, gerne mit etwas Sicherheitsabstand zum Haus. Erklimmt die Glyzine bereits die Fassade, ist eine jährliche Kontrolle der Pflanze ratsam. Zugegeben, wenn man soeben in der Baumschule ein junges Blauregenpflänzchen erstanden hat, kann man sich den zu erwartenden, ausgedehnten Zuwachs nur schwer vorstellen. Anschaulicher wird es, wenn man ein älteres Exemplar dieser Gattung einmal genauer begutachtet, zum Beispiel im Botanischen Garten München. Hier bekommt man einen Eindruck, von Größe und Gewicht einer ausgewachsenen Wisteria und sieht die Notwendigkeit der Investition in eine stabile Kletterhilfe.  Je älter ein Blauregen wird, umso zahlreicher und üppiger erscheinen die Blüten, die eigentlich nicht richtig blau sind, sondern je nach Sorte in Farbtönen zwischen Rosa, Lila und Violett changieren. Weißblühende Sorten werden ebenfalls angeboten und erwähnenswert ist auch der intensive Duft der Blütentrauben - sogar bei Regenwetter.

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