Die Garten- und Rosenstadt bietet viele Attraktionen für garteninteressiertes Publikum. Neben dem berühmten Lehr- und Forschungszentrum in Weihenstephan, wo vor allem die Weihenstephaner Gärten Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher sind, gibt es auch einige bezaubernde Plätze in der Domstadt, an denen die Auswirkungen der Gartenleidenschaft der Freisinger Bürger zu sehen sind. In den malerischen Altstadtgassen sind viele Fassaden begrünt, Kletterrosen blühen üppig auf engstem Raum und die Hauseingänge werden von liebevoll gestalteten Kübelpflanzen-Arrangements flankiert. In den letzten Jahren sind durch das Engagement der Freisinger Rosen- und Gartenfreunde viele neue, öffentliche Rosenpflanzungen entstanden, die der Freisinger Rosenprofessor Josef Sieber († 2011) regelmäßig im Rahmen seiner beliebten Rosenspaziergänge präsentierte. Spielmöglichkeiten und Erholung für kleine und große Rosenliebhaber bietet seit 2007 die zentral gelegene Roseninsel am Wörth. Auf dem Freisinger Wochenmarkt (Mittwoch und Samstag) ist in den Sommermonaten mit Cantoverde eine duftende Spezialitäten-Gärtnerei vertreten.
Seit 2007 gibt es in Freising auch einen Interkulturellen Garten, der unterhalb des Schafhofs zu finden ist und nach Anmeldung besucht werden kann. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich ein Walderlebnispfad, der rings um den idyllischen Biergarten Plantage! angesiedelt ist. Noch mehr Bäume aus aller Welt stehen im Landesarboretum Kranzberger Forst.
Einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Gartenfreunde und Pflanzensammler markieren die Freisinger Gartentage, die alljährlich über das Muttertagswochenende am Landratsamt und im angrenzenden Klostergarten stattfinden. Hier sorgen zahlreiche Aussteller aus dem In- und Ausland für ein umwerfendes botanisches Sortiment und der bewusste Verzicht auf allerlei Schnickschnack, der bei ähnlichen Veranstaltungen meist deutlich überwiegt, macht die Gartentage bei den Pflanzeninteressierten, die teilweise von weit her anreisen, besonders beliebt. Eine kleine aber feine Attraktion ist der Frühjahrsmarkt der Staudengärtnerei Extragrün, in der über 2000 Sorten von Blüten- und Blattschmuckstauden in liebevoller Handarbeit kultiviert werden. Jedes Jahr im April bevölkern ausgesuchte Aussteller den gärtnereieigenen Schaugarten und das Angebot an Pflanzen und Gartenaccessoires wird abgerundet durch kulinarische Genüsse sowie ein erlebnisreiches Kinderprogramm.
Jedes Jahr im Juni, wenn die über 50 Oleandersorten und viele andere Kübelpflanzen in der Auer Spezialgärtnerei Flora Mediterranea in voller Blüte stehen, finden dort die Deutschen Mediterran- und Oleandertage statt. Zwei mal jährlich, jeweils im Herbst und im Frühjahr lädt das Bayerische Obstzentrum in Hallbergmoos zu den Verkaufs- und Informationstagen. Während der Blütezeit täglich geöffnet ist der Rosenschaugarten der Baumschule Fischer in Fahrenzhausen. Im nahegelegenen Ortsteil Jarzt befindet sich der Apfelgarten von Anton Bauer mit rund 500 verschiedene Apfelsorten auf etwa 5000 Bäumen.
Sehenswerte Privatgärten gibt es in Freising ebenfalls eine ganze Menge. Am bayernweiten Tag der offenen Gartentür beteiligt sich der Landkreis Freising leider nicht, aber hin und wieder werden kleinere Veranstaltungen oder Führungen in einigen Gärten angeboten. Hinweise dazu gibt es unter www.gartenbesuch.de. Ein paar ausgewählte Freisinger Gärten finden sich auch jedes Jahr im Programm des Münchner Unternehmens Gartenreisen Riedl.


